Begegnungen gehören zum Alltag mit Hund – ob beim Spaziergang im Wohngebiet, in der Stadt, während der Brut- und Setzzeit oder einfach, weil Freilauf gerade keine Option ist. Viele Hunde werden deshalb regelmäßig an der Leine geführt.
Und genau hier beginnt für viele Mensch-Hund-Teams das eigentliche Problem.
Durch die Leine verliert der Hund seine wichtigste Strategie: Abstand herstellen. Kann er einer für ihn unangenehmen Situation nicht ausweichen, bleibt oft nur die Flucht nach vorn. Knurren, Bellen, Pöbeln – Leinenaggression entsteht nicht „einfach so“, sondern ist häufig eine erlernte Lösung aus Sicht des Hundes. Er merkt schnell: Mit ausreichend Druck verschwinden andere Hunde, Menschen oder Reize zuverlässig.
Für uns Menschen bedeutet das irgendwann puren Stress. Spaziergänge werden zur nervlichen Belastung, Begegnungen werden gemieden oder fühlen sich wie ein täglicher Kraftakt an.
Aber nicht jeder Hund reagiert aus Unsicherheit oder Abwehr. Manche Hunde geraten auch aus positiver Erregung völlig aus dem Gleichgewicht, weil sie unbedingt zu anderen Hunden hinmöchten – zum Begrüßen, für Sozialkontakt oder zum Spielen. Auch diese Hunde sind in Begegnungssituationen kaum ansprechbar und für ihre Menschen schwer zu händeln. Der Stress ist auf beiden Seiten hoch, auch wenn die Motivation des Hundes eine andere ist.
Zeit also, etwas daran zu verändern.
In unserem Begegnungstraining schauen wir genau hin: Was braucht dein Hund in Begegnungssituationen wirklich – und was brauchst du, um dich wieder sicher und handlungsfähig zu fühlen?
Ihr lernt sinnvolle Managementmaßnahmen für den Trainingseinstieg, damit Begegnungen überhaupt wieder trainierbar werden.
Wir arbeiten an den Emotionen hinter dem Verhalten – egal ob diese negativ oder überschwänglich positiv sind – und entwickeln gemeinsam Lösungsstrategien, die alltagstauglich sind.
Dein Hund lernt klare, alternative Verhaltensweisen, die er statt Leinenaggression zeigen kann, und du lernst, diese zuverlässig anzuleiten und zu unterstützen.
Der Kurs besteht aus einem Online-Theorieteil über Zoom, in dem wir wichtiges Hintergrundwissen rund um Leinenaggression und Begegnungstraining vermitteln, sowie sieben Praxiseinheiten à 60 Minuten. Zu jeder Trainingseinheit erhältst du ein ausführliches Handout, damit du die Übungen nachvollziehbar und strukturiert im Alltag weitertrainieren kannst.
Zum Training mitzubringen sind eine 3–5 Meter lange Leine, ein gut sitzendes Brustgeschirr, ein Halsband, ausreichend hochwertige Leckerchen, die dein Hund wirklich liebt, sowie ein Spielzeug, das für ihn besonders motivierend ist.
Läufige Hündinnen können mit Läufigkeitshöschen am Training teilnehmen, während der Standhitze bitten wir um eine Trainingspause.
Unser Ziel ist kein „funktionierender Hund um jeden Preis“, sondern entspannte, sichere Begegnungen – Schritt für Schritt, fair, verständlich und nachhaltig. Damit Spaziergänge wieder das werden, was sie sein sollten: gemeinsame Zeit, die beiden guttut.
